Fermentierte Hot Sauce selber machen – Schritt für Schritt zur eigenen Chilisauce
Eine selbst gemachte fermentierte Hot Sauce überzeugt durch ihren intensiven Geschmack, natürliche Säure und eine angenehme Schärfe. Durch die Fermentation entwickeln Chilis besonders komplexe Aromen, die mit herkömmlichen Saucen kaum vergleichbar sind.
In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene fermentierte Hot Sauce herstellen kannst.
Warum fermentieren?
Bei der Fermentation wandeln Milchsäurebakterien den natürlichen Zucker der Chilis in Milchsäure um.
Dadurch entsteht:
- intensiver Geschmack
- natürliche Konservierung
- angenehme Säure
- längere Haltbarkeit
Viele bekannte Hot Sauces werden genau auf diese Weise hergestellt.
Welche Chilis eignen sich?
Grundsätzlich lassen sich fast alle Chilis fermentieren.
Für Anfänger empfehlen sich:
- Jalapeño
- Cayenne
- Serrano
Wer es deutlich schärfer mag, kann verwenden:
- Habanero
- Trinidad Scorpion
- Carolina Reaper
Je schärfer die Chili, desto vorsichtiger solltest du beim Verarbeiten sein. Trage bei sehr scharfen Sorten am besten Einweghandschuhe.
Mehr über extreme Chilis erfährst du in unserem Beitrag „Carolina Reaper – Die schärfste Chili der Welt?“
Zutaten
Für etwa 500 ml Hot Sauce benötigst du:
- 300 g frische Chilis
- 3 Knoblauchzehen
- 1 kleine Zwiebel
- 600 ml Wasser
- 18 g Salz (ca. 3 % Salzlösung)
Optional:
- Paprika
- Karotten
- Mango
- Ananas
- Pfirsich
Diese Zutaten sorgen für zusätzliche Süße und fruchtige Aromen.
Schritt 1 – Gemüse vorbereiten
Chilis waschen und grob zerkleinern.
Knoblauch und Zwiebel ebenfalls schneiden.
Alles zusammen in ein sauberes Einmachglas geben.
Schritt 2 – Salzlake herstellen
Löse das Salz vollständig im Wasser auf.
Die Lake anschließend über das Gemüse gießen.
Alle Zutaten müssen vollständig mit Flüssigkeit bedeckt sein.
Falls nötig, mit einem Fermentationsgewicht beschweren.
Schritt 3 – Fermentieren
Das Glas locker verschließen oder ein Fermentationsventil verwenden.
Anschließend:
- bei 18–22 °C lagern
- vor direkter Sonne schützen
- täglich kontrollieren
Nach wenigen Tagen bilden sich kleine Bläschen – ein Zeichen dafür, dass die Fermentation begonnen hat.
Je nach Geschmack dauert die Fermentation etwa 2 bis 4 Wochen.
Schritt 4 – Sauce mixen
Nach der Fermentation den Inhalt fein pürieren.
Je nach gewünschter Konsistenz kannst du etwas Fermentationsflüssigkeit hinzufügen.
Wer eine besonders feine Sauce möchte, streicht sie anschließend durch ein Sieb.
Schritt 5 – Abfüllen
Die fertige Sauce in sterile Flaschen füllen.
Im Kühlschrank bleibt sie mehrere Monate haltbar.
? Weitere Tipps findest du auch in unserem Beitrag „Chili richtig lagern“.
Welche Schärfe ist ideal?
Die Schärfe hängt vollständig von den verwendeten Chilis ab.
Zum Beispiel:
| Chili | Schärfe |
|---|---|
| Jalapeño | mild |
| Cayenne | mittel |
| Habanero | sehr scharf |
| Carolina Reaper | extrem scharf |
? Wie die Schärfe gemessen wird, erklären wir in unserem Artikel „Was ist Scoville?“
Tipps für eine besonders aromatische Sauce
- Nur frische Chilis verwenden.
- Sauber arbeiten.
- Die Chilis immer vollständig mit Lake bedecken.
- Geduld haben – längere Fermentation sorgt oft für mehr Aroma.
- Nach Geschmack mit Essig oder etwas Zucker abschmecken.
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Du möchtest deine eigene Hot Sauce noch schärfer oder aromatischer machen?
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Warum wird Hot Sauce fermentiert?
Die Fermentation verbessert Geschmack, Aroma und Haltbarkeit. Gleichzeitig entsteht eine angenehme natürliche Säure.
Kann man jede Chili fermentieren?
Ja. Fast alle Chilisorten eignen sich für die Fermentation. Die Wahl bestimmt hauptsächlich den Schärfegrad und das Aroma.
Wie lange dauert die Fermentation?
Je nach Temperatur und Geschmack meist zwischen zwei und vier Wochen.
Muss fermentierte Hot Sauce in den Kühlschrank?
Nach dem Abfüllen ist die Lagerung im Kühlschrank empfehlenswert, damit Aroma und Qualität möglichst lange erhalten bleiben.
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